Die Hundstage heizen mächtig ein: Juli endet mit Gluthitze
Gewitter vertreiben am Samstag die kurze Hitzewelle

31.07.2020: Zum Juli-Ausklang dreht der Hochsommer mächtig auf und beschert uns seit gestern eine kurze, aber heftige Hitzewelle, die heute für Spitzenwerte um 35 Grad sorgt.
Nachdem wir bereits am Montag mit 32,2 Grad den bisher wärmsten Tag des Jahres erlebt haben, überquerte uns am Dienstag die nicht aktive Kaltfront von Tief DANA nur mit Wolken und Wind sowie einer Abkühlung ohne Regen, ehe sich aus Westen wieder rasch die neue Hochzelle CLAWS nach Deutschland verlagerte.
Durch das Zusammenspiel des nach Osteuropa ziehenden Hochs mit dem Tief ELLEN über dem Nordatlantik wird heute ein Schwall subtropischer Heißluft von Nordafrika über Spanien und Frankreich zu uns gelenkt. Bis Sonntag hat uns die Kaltfront des Tiefs mit Gewittern überquert und sorgt für einen Luftmassenaustausch mit einer wohltuenden, erfrischenden Abkühlung auf normales Sommerniveau.
Ab der zweiten Wochenhälfte soll sich schon wieder eine neues Hoch aufbauen und für hochsommerliche Temperaturen von 30 Grad und mehr sorgen.
Heute verabschiedet sich der Juli unter Einfluss von Hoch CLAWS mit wolkenlosem Himmel mit strahlendem Sonnenschein von früh bis spät. Dabei wird es extrem heiß mit Höchstwerten von 34 bis 36 Grad, so dass wir den bisher heißesten Tag des Jahres erleben werden. Auch der tagsüber böig auflebende Ost- bis Südostwind bringt auch keine wirkliche Erfrischung.
Gleichzeitig etabliert sich eine Tiefdruckrinne über Frankreich und abends tauchen Schleierwolken auf. In der Nacht zum Samstag, die mit Temperaturen von 23 bis 20 Grad tropisch sein wird, können Reste der Gewitterwolken aus Westen übergreifen und zumindest für Wetterleuchten sorgen.
Am Samstag erreicht uns die Tiefdruckrinne mit der Konvergenzzone und bereits morgens können sich Gewitterschauer bilden. Im Tagesverlauf wird es zunächst teils heiter, teils bewölkt und in der labilen Luft wird es zunehmend schwül-heiß bei Höchstwerten um 33 Grad. Ab dem Nachmittag muss mit teils kräftigen Gewittern mit Starkregen gerechnet werden.
Bis Sonntagfrüh hat die Kaltfront mit weiteren Regengüssen die heiße Luftmasse vertrieben. Tagsüber kommt es unter Einfluss eines Keils des Azorenhochs zu rascher Wetterberuhigung bei einer Mischung aus Sonne und Wolken, die Luft „kühlt“ auf angenehme 25 bis 27 Grad ab.
Am Montag und Dienstag schwenkt ein Höhentrog über Deutschland und es wird wechselhaft mit Schauern, teils auch gewittrigen Regenfällen, bei einer Abkühlung auf 20 bis 22 Grad.
Bereits am Mittwoch baut sich über Frankreich die nächste Hochzelle DETLEF auf und verlagert sich nach Mitteleuropa. Es wird wieder sonniger und die Luft erwärmt sich bis 26 Grad.
An den Folgetagen bis zum Wochenende deutet sich erneut eine hochsommerliche Hitzewelle mit Temperaturen von 28 bis 32 Grad an – der Hochsommer läuft auf Hochtouren.
Ein Ende der Trockenheit ist damit auch im August vorerst nicht absehbar. Der heute zu Ende gehende Juli war mit einer mageren Regenausbeute von lediglich 20,6 Liter pro Quadratmeter, was ein Defizit von 75 Prozent bedeutet, hinter 2018 der zweit-trockenste Juli der letzten 31 Jahre der Eiweiler-Messreihe.
Die Natur leidet derzeit massiv unter der großen Trockenheit, die durch die hohe Verdunstung aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung noch erheblich verstärkt wird.
Somit stehen wir tatsächlich vor dem dritten Trocken-Sommer in Folge – ein besorgniserregender Trend, zumal auch das Frühjahr schon eine historische Dürreperiode gebracht hat.