jhoffmann

Der Winter lässt seine Muskeln spielen
Auf Schneetief ERHAN folgt Frostverschärfung und neuer Schnee am Sonntag

15.01.2021: Willkommen im Hochwinter, der uns in dieser Woche fest im Griff hat. Wir erlebten turbulentes Winterwetter mit allen Facetten, denn das Gerangel zwischen milder Luft aus Westen mit kalter Luft aus Norden verursachte zeitweise Schneetreiben, Schneeregen und kurzzeitig Regen mit Tauwetter bei einer schwankenden Schneefallgrenze.
Am Dienstag brachte Tief DIMITRIOS vormittags kräftigen Schneefall, der später bei Milderung in Regen überging, so dass die weiße Pracht in tiefen Lagen rasch wieder schmolz.
Gestern sorgte allerdings das kleinräumige Wellentief ERHAN, das von England über Frankreich Richtung Schweiz wanderte, mit seiner ausgeprägten Luftmassengrenze für einen markanten Wintereinbruch, so dass nach den anhaltenden Schneefällen immerhin eine Schneedecke bis zu 10 Zentimetern in Eiweiler liegt.
Nach Abzug der beiden Tiefs wird ab heute der Weg frei für arktische Kaltluft aus Norden. Eine Hochdruckbrücke beschert eine kurze Wetterberuhigung mit einer Frostverschärfung, ehe am Sonntag bereits das nächste Schneetief von Westen vor der Tür steht.
Das Pendeln zwischen kalter und milder Luft soll sich auch in der nächsten Woche fortsetzen.
Zur Wochenmitte könnte dann ein Sturmtief eine Milderung mit Tauwetter bringen. Anschließend kann es aber genauso schnell wieder kälter werden, denn das Kaltluftreservoir über Nordeuropa bleibt in Reichweite. Insofern dürfte der Januar auch in seiner zweiten Hälfte sehr turbulent verlaufen.
Das Richtung Schweiz abgezogene Tief ERHAN hat die Landschaft heute in ein Wintermärchen verwandelt, die Wolken lockern auf und eine Hochdruckbrücke zwischen Hoch CHANA über Südwesteuropa und Hoch BOZENA über Skandinavien sorgt für Wetterberuhigung. Somit erwartet uns ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken, es ist trocken und kalt bei Höchstwerten zwischen minus 2 und 0 Grad. In der klaren Nacht zum Samstag kommt es durch die starke Ausstrahlung über den Schneeflächen zu mäßigem bis strengem Frost von minus 7 bis minus 11 Grad.
Morgen bestimmt noch die Hochdruckzone unser Wetter, während sich die Ausläufer des neuen Tiefs FLAVIU bei England schon mit Wolken bemerkbar machen. So ist es zunächst noch sonnig bis leicht bewölkt, bevor zum Nachmittag die Bewölkung immer dichter wird und bis zum Abend Schneefall einsetzen wird. Mit Höchstwerten um minus 3 Grad ist es sehr kalt.
Die Tiefdruckrinne verlagert sich am Sonntag nach Deutschland und es ist bedeckt mit weiteren zeitweiligen Schneefällen bei minus 2 bis null Grad.
Am Montag sickert hinter dem Tiefausläufer etwas mildere Luft ein und es stellt sich schwacher Zwischenhocheinfluss ein. Bei dichten Wolken ist es trocken bei Temperaturen bis plus 2 Grad.
Über Schottland bildet sich am Dienstag ein Sturmtief, bei uns bleibt es bei trübem Himmel zunächst noch trocken und kalt bei Werten um 2 Grad, ehe abends Schneeregen aufkommen kann.
Am Mittwoch gelangen wir in eine mildere Südwestströmung und der Niederschlag geht rasch in Regen über, was Tauwetter bis in die höheren Lagen bei Temperaturanstieg auf 4 bis 6 Grad zur Folge hat.
Die weitere Entwicklung ist noch ziemlich unsicher, die Tiefdruckgebiete bleiben wohl zwischen England und Skandinavien blockiert und dadurch müssen wir mit turbulenter Witterung mit Regen und Wind rechnen, wobei es bis Ende der Woche eher wieder kälter wird – der Winter legt nur eine kurze Pause ein.