Wolken-Exkurs

Die internationale Wolkenklassifikation beschreibt die Wolken nach ihrem Aussehen und ihrer Höhe am Himmel.

Man unterscheidet 4 Wolkenfamilien:
•    Hohe Wolken
•    Mittelhohe Wolken
•    Tiefe Wolken
•    Stockwerkübergreifende Wolken

Das zweite Gliederungsmerkmal der Wolken ist die Gattung.
Es werden drei grundlegende Formen unterschieden:

•    schleierförmig
•    haufenförmig
•    schichtförmig

Es gibt 10 Wolkengattungen:

Unter den hohen Wolken treten folgende Gattungen auf:
•    Cirrus
•    Cirrocumulus
•    Cirrostratus

Mittelhohe Wolken:

•    Altocumulus
•    Altostratus

Tiefe Wolken:
•    Stratocumulus
•    Stratus

Stockwerkübergreifende Wolken:
•    Nimbostratus
•    Cumulus
•    Cumulonimbus


Beschreibung und Wetterbedeutung der hohen Wolken

Cirruswolken

Cirrus werden im Volksmund als Federwolken und Schleierwolken bezeichnet.
Es sind isolierte Wolken in Form von weißen, zarten Fäden und Haken, weißen Flecken oder schmaler Bänder. Wegen der starken Höhenwinde hat der Cirrus ein faseriges und wie vom Wind verwehtes Aussehen. Der Cirrus besteht aus Eiskristallen.

Federwolken sind oft ein Vorbote einer Wetterverschlechterung, wenn sie immer dichter werden und später den ganzen Himmel überdecken und als Umbildung in Cirrostratus übergehen – dann nähert sich eine Warmfront eines Tiefs.
Aber wenn sie nur vereinzelt am Himmel auftauchen, ist keine Änderung einer bestehenden Hochdrucklage zu erwarten. Oft driften einzelne Federwolken bei Schönwetterlagen aus Osten über den Himmel.

Cirrocumulus
Cirrocumlus ist eine hohe Haufenwolke, aneinander gereiht zu scheckigen und geriffelten Flächen. Dünne, weiße Felder, Flecken und Schichten sind ihr Kennzeichen.
Sie wird auch mit dem Ausdruck „Makrelenhimmel“ und kleine „Schäfchenwolke“ bezeichnet.

Der Cirrocumlus zeigt eine Labilisierung in der Höhe an, ist im Sommer auch ein Gewittervorbote. Allgemein deutet ihr Auftreten auf eine Wetterverschlechterung in den kommenden 1-2 Tagen an.

Cirrostratus

Der Cirrostratus ist ein durchscheinender, weißer Wolkenschleier von faserigem, haarähnlichem oder einförmigem Aussehen, der den Himmel ganz oder in großen Teilen überzieht. In ihm treten gewöhnlich Haloerscheinungen auf, die durch Reflexionen des Sonnenlichtes an seinen Eiskristallen entstehen. Sonne und Mond sind darin verschleiert zu sehen.
Manchmal sind sie nur durch Höfe um Sonne und Mond richtig erkennbar.

Der Cirrostratus entsteht durch Umbildungen aus den anderen Cirrusgattungen und zeigt eine drohende Wetterverschlechterung an, ein Tief kommt näher, innerhalb der nächsten
12 bis 24 Stunden ist mit Niederschlag zu rechnen.

Cirrostratuswolken sind die dritte Stufe eines typischen Wolkenaufzugs vor einem Tiefdruckgebiet: Zuerst Cirrus, dann Cirrocumulus und schließlich Cirrostratus. (zur Gallery)