Die Steinkohlengrube Eiweiler

Von Karl Heinz Janson
Der Bergbauunternehmer Wilhelm Reinhard, der bereits in Reisbach Abbau betrieb, stellte am 4. April 1924 den Antrag um auch im Wengenwald auf dem Bann der Gemeinde Eiweiler eine Grube zu er├Âffnen.

Die damals noch selbstst├Ąndige Gemeinde Eiweiler stimmte dem zu und schloss mit Reinhard einen Vertrag. Im sogenannten Reisbacher Kohlenfl├Âz legte 1925 die Grube einem Stollenbetrieb an und begann mit dem Abbau von Steinkohlen. Gro├če Probleme bereitete der kleinen Grube aber die Abfuhr der Kohlen mitten aus dem Wald. Deshalb errichtet man vom Stollenmundloch eine Lorenbahn von circa 800 m L├Ąnge bis zum Verbindungsweg Reisweiler- Eiweiler. Dort wurden die Kohlen dann auf LKW verladen und zu den einzelnen Abnehmern gefahren, oder auf dem Eiweiler Bahnhof und dort in Bahnwaggons verladen.

Die schweren Lkw-Fahrzeuge verursachten auf den damals nur mit Schotter befestigten Stra├čen in Eiweiler gro├če Sch├Ąden. Es kam zu einem st├Ąndigen Streit mit der Gemeinde Eiweiler hinsichtlich der Kosten f├╝r die Ausbesserung der Stra├čen. Die Grube sagte schlie├člich zu, f├╝r den Kohlentransport zum Bahnhof Eiweiler eine eigenen Seilbahn zu bauen. Doch dazu kam es aber nicht mehr, da das Bergbauunternehmen am 24. Februar 1926 in Konkurs ging. Der Stollen und die Luftsch├Ąchte wurden von der Staatsgrube Viktoria Ende der zwanziger Jahre verf├╝llt.